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Wohnungssuche

Wieder mit Celtic unterwegs – heute gabs dann aber keine Behörde, sondern Wohnungsbesichtigungen. Da wir vorher im Büro schon mit anderen Mitarbeitern geredet hatten, wußten wir, wo die besten Häuser zu finden sind.

So kamen wir also in eine kleine Seitenstrasse, in der komplette Neuhäuser stehen – und so viele Leute aus unserem Büro arbeiten, dass die Strasse im Gebrauch der Corcaigher (so heissen die Leute aus Cork) schon den Namen unserer Firma erhalten hat.

Jedenfalls ein tolles Teil. 4 Schlafzimmer, 4 Badezimmer (1 mal mit Duschwanne, 2 mal mit Dusche, einmal ohne – aber da man alle vom Flur erreicht wird’s wohl keine feste Zuteilung geben), eine komplett eingerichtete Küche mit Herd, Backofen, Mikro, Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner, ein freies Zimmer (das die meisten wohl als LAN-Zimmer einrichten), ein Wohnzimmer mit Kamin, Terasse und ein kleines Stück Rasen.

Da ich mit schon vorher mit Ed, Konstantin und Roman unterhalten hatte, sagten wir also „Deal“. Bis zum 19.12. müssen wir aber noch warten, da unser Haus noch nicht mit Teppich und Tapete ausgestattet ist.

Den Nachmittag kamen wir dann zum ersten Mal in das Großraumbüro auf der Arbeit und wurden jeweils zu einem Mitarbeiter gesetzt, dem wir dann über die Schulter schauen durften. War 10 mal hilfreicher, als die Theorie – jetzt weiss ich endlich, wie die Erfüllung meiner Aufgabe aussehen wird.

Am 05.12. folgte nochmal ein Theorie-Teil bis zum Mittag – und dann der große Moment, wo jeder von uns seinen ersten Kundenkontakt hatte. Mit reichlich Gelache, aber auch gegenseitiger Hilfe wurden die ersten Fälle so gemeinsam gelöst. Und direkt dabei war ein typischer „Mimimi, ich will aber....mimimi, das ist aber Scheisse....mimimi, dafür bezahl ich Geld“-Anrufer. Göttlich ^^

Danach hatten wir noch etwa 2 Stunden Zeit, uns langsam an unsere Aufgaben zu machen – immer mit einer helfenden Hand zur Seite, falls man unsicher war.

Abends im Büro hat Ed es geschafft unsere Laptops zu vernetzen und es gab ein paar Runden Warcraft III.

 

 

6.12.08 09:55


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Happy Christmas

Mit der Relocation-Agency Celtic waren wir heute auf unserem ersten Behördengang und haben unsere PPS-Nummer beantragt, die extrem wichtig ist – ohne diese Nummer bekommst du die Emergency Tax von 40% aufgeschlagen – also musste diese als erstes her. Aber im Vergleich zu Deutschland gehen die Behördengänge hier super-schnell. 20 Minuten und unsere 6 Leute waren fertig.

Am Nachmittag waren wir wieder im Büro und durften den PC einrichten. Outlook, MSN usw.

Zusätzlich bekamen wir einen ersten Einblick und Zugangsdaten für die Programme, die wir in Zukunft benutzen werden.

An diesem Tag machte das gesamte Büro um 18:00 Feierabend – denn um 20:00 war ein kompletter Nachtclub für die Weihnachtsfeier gebucht. Bowling, Billard, Airhockey, 2 freie Bier (nicht die ollen 0,2l aus Deutschland, sondern Pints (knappe 0,5l). War eine gute Menge – genug zum Amüsieren, aber keine Gefahr, sich hemmungslos zu besaufen. Lecker Häppchen und sogar eine Ecke mit Erdbeeren, Marshmallows usw. für den Schokoladenbrunnen. Mjam, mjam, mjam.


Da es auch einen Shuttleservice vom Hotel zum Nachtclub und zurück gab, war es ein äußerst angenehmer Abend und wir konnten gut ausschlafen, da wir am nächsten Tag erst um 12:00 Dienstbeginn hatten.

Heute haben wir dann unsere Programme weiter eingerichtet und mit einem lustigen Erforschungs- und Spieleprogramm kennengelernt. Im Normalfall ist es uns strengstens verboten, die Programme zu nutzen, um Blödsinn zu machen – aber heute durften wir alles. Ok, ein zwei Ausnahmen gab es, aber insgesamt war es beeindrucken, wie einfach aber doch effektiv alles so geht. Ein schöner kurzer Arbeitstag wurde beendet durch einen Supermarkteinkauf mit Brot und Aufschnitt fürs Hotel, denn jeden Tag McDonalds und Muffins geht dann doch nicht.

 

 

3.12.08 19:38


Der lang ersehnte erste Tag

Pünktlich im Büro angekommen und mich in die Sitzgruppe gesellt. 4 Deutsche (Konstantin, Jochen, Roman und Karsten) und ein Littauer (Eduard) fürs russische Team.

Kurz nach 9:00 wurden wir dann von unserem Trainer für die nächsten Wochen abgeholt und bekamen erst mal eine kleine Führung durch die zukünftige Arbeitsumgebung. Zwei komplette Stockwerke in diesem Bürogebäude gehören alleine unserer Firma. Der Pausenraum bietet neben normalen Sachen wie einer Kücheneinrichtungen kleine nette Extras wie Sofaecken, Plasma-TV, mehrere Xbox, PS3, Wii, zwei Sets für GuitarHero, eine Tischtennisplatte, zwei Kicker und einen Billard-Tisch.

Der Rest des Tages gehörte einer Reihe von Präsentationen über unsere Arbeit, wie man uns beim Einleben in Irland hilft und vor allem: Was wir dürfen und was wir nicht dürfen.

Das war dann auch der Punkt, wo ich meinen Blog nachträglich umändern musste, denn ich darf niemandem gegenüber erzählen oder bestätigen, was ich beruflich mache.

Den Abend schlossen wir ab mit einem Kasten Bier und zwei Runden Poker in meinem Hotelzimmer.

1.12.08 19:26


Cork am Sonntag

Heute hab ich dann die nähere Umgebung des Hotels weiter erforscht. Positiv: Alle Geschäfte haben auch Sonntags geöffnet. Einmal die St. Patricks Street entlanggebummelt, bei McDonalds gegessen und in einem Buchladen einen Stadtplan von Cork erstanden. Mit diesem bewaffnet habe ich dann den Probegang zum Büro gewagt. Der Fußmarsch dauerte etwa einen halbe Stunde und vor dem Gebäude hörte ich genug deutsche Stimmen. Also direkt mal ne Viertelstunde mit zwei deutschen Angestellten geredet. Somit darf mein erster Arbeitstag kommen...

30.11.08 15:07


Auf nach Irland

Taxi war überpünktlich und so war ich schon um 8:00 am Düsseldorfer Flughafen. Am Bahngleis wurde ich schon von Matthias und Kichi erwartet und hatte so meine persönlichen Kofferträger.

Ab zum CheckIn und die nette Dame vergaß ganz, mir eine Gebühr fürs Übergepäck zu berechnen. Erlaubt waren 20 Kilo, ich hatte 34 Kilo – macht eine Ersparnis von 112 Euro.

Kurz darauf trafen auch Michi, Sven und Venera ein und wir setzten uns für einen letzten Plausch ins Starbucks, wo ich auf Grund der gesparten Gepäckgebühren eine Runde ausgab.


Um 9:45 war es dann Zeit für eine letzte Umarmung und ab ins Flugzeug. Als ich schon gemütlich saß und so die Leute musterten, die einstiegen, hat es mich fast umgehauen: Mit mir im Flugzeug die irische Snookerlegende Ken Doherty. Michi, nicht neidisch sein ^^ Der Flug dauerte aber nicht, wie ich gerechnet hatte 50 Minuten, sondern 1 Stunde und 50 Minuten – die liebe Zeitumstellung.

Der Dubliner Flughafen ist im Vergleich zu Düsseldorf richtig niedlich. Nur 10 Gepäckbänder und nach Erhalt meines Gepäcks waren es gerade mal 50 Meter bis vor den Flughafen.

Ich hatte Glück und der Bus zur Heuston Rail Station (man spricht es wie Houston, auch wenn es anders geschrieben wird^^) fuhr in 5 Minuten ab. Im Bus habe ich dann das erste Mal Bekanntschaft mit dem irischen Akzent gemacht. „Next Station“ verstand ich noch, aber der Rest war eher unverständlich, da es keine Bandansage wie in Deutschland gibt, sondern der Busfahrer irgendwas in seinen nichtvorhanden Bart murmelte. Aber zum Glück hatte ich vor der Abfahrt die Tafel studiert und wusste, dass ich einfach bis zur Endstation warten musste.

12:40 am Bahnhof und endlich Zeit für eine Zigarette und einen Sandwichkauf im Bahnhofskiosk. Um 13:00 fuhr dann auch der IC Richtung Cork ab – und ich probte das Sandwich. Ich hatte diese fertig in Plastik verpackten Sandwiches von meinem letzten England-Urlaub noch in Erinnerung, hoffte aber in 5 Jahren hätte sich was verbessert.

Das „Ding“ für 3,95 € wurde tituliert als „Chicken and Stuffing“ - es waren also zwei labrige Weißbrotscheiben mit Hähnchenbrust und „Stuffing“. Dieses Stuffing war aber nicht wie erhofft Salat, Gurke oder Tomate, sondern einfach nur Majo. Dicke, klebrige, fettige Majo. Das Verhältnis war etwa 1/3 Hähnchen, 2/3 Majo. Hmmmm, lecker. Dafür kam im Zug richtig Retro-Feeling auf, denn es gab Cola in Dosen. Keine Ahnung, wie lange ich keine Dose mehr hatte, schätzungsweise seit Einführung des Dosenpfandes.

Um 16:00 kam ich dann in Cork Kent Station an und fand einen netten Taxifahrer, der mich für 5 Euro im Jury's Inn absetzte. Ein einfaches, funktionales Zimmer mit 3(!) Betten – kann ich ja ne Orgie veranstalten. Badezimmer mit Wanne, herrlicher Blick auf den North Channel des River Lee und die höhergelegenen Teile von Cork, das sich dort eine Berghang hochwindet, Fernseher mit tollen Shoppingsendern (mal sehen, ob sie da nachts auch den V-Hobel anpreisen) und Wasserkocher mit freiem Pulverkaffee. Naja, was Iren so unter Kaffee verstehen.



Kurz einmal den Fluss hoch und runter gelaufen und keine 5 Minuten vom Hotel ist ein großes Einkaufszentrum, was ich dann die Tage wohl noch genauer unter die Lupe nehmen werde.

Jetzt ist es 17:30 und um 18:00 öffnet das hoteleigene Restaurant, wo ich zur Feier das Tages dann wohl „Traditional Beef and Guinnes Pie“ testen werde.

Ok, das irische Essen ist vergleichbar mit dem englischen – es ist mies.

Besagtes Gericht, angepriesen als „Zarte Stücke vom Rind mit Knoblauch, Zwiebeln, Champignons und Kartoffeln“ für gesalzene 13,95€ war – Gulasch. Und da schmeckt die Konserve für 1,99 von Erasco deutlich besser und macht zudem satt. Das einzige leckere war das Guiness, das natürlich nicht im Preis enthalten war. Was „Guiness Pie“ im Menünamen war, weiss ich bis jetzt nicht, ich vermute es war das Stück Blätterteig, das auf dem Gulasch schwamm.

Aber ich hab schon gehört, dass es in der Nähe der Büros ein Mäcces geben soll ^^

29.11.08 17:30


Letzter Tag in meiner Wohnung

Wohnungsübergabe vollzogen und alles ok. Internet werde ich gleich (20:00) auch in der Mülltonne entsorgen und morgen um 7:30 kommt dann mein Taxi. Ich freue mich auf eine weitere Nacht auf dem Boden meines Wohnzimmers.


28.11.08 20:01


Alles muss raus

So, Flori hat dann heute die Couchgarnitur, PC und die anderen Sachen abgeholt, die ich noch hoffentlich gegen Geld veräußern kann.

Hab auch heute die restlichen Räume gestrichen und sitze jetzt hier mit meinem Koffer, meiner Reisetasche, dem Schlafsack und dem Laptop.

27.11.08 16:58


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