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Here we go

Am 15. Dezember begann dann die offizielle Arbeit mit allen Pflichten, die das so mit dich bringt. Unser kleines 4-Mann-Team (+ Teamleiter) also kopfüber in die Arbeit – und mal sehen, was so kommt. Zum Glück hat man ständig einen Gruppenchat auf, wo man alles fragen kann.

Bis zum 22. Januar ist ist unser Team dann jede Woche um ein oder zwei Leute gewachsen, so dass wir jetzt die endgültige Teamgröße von zehn Leuten erreicht haben.

Am 19. Dezember stand dann auch nebenbei der Umzug vom Hotel ins neue Haus an. Wir quetschten uns also mit 4 Leuten und 8 Koffern in 2 Taxis und bekamen dann 10 Minuten später die Schlüssel für unser Haus.

 

Konstantin seinem Zimmer

Roman's Unordnung

Irgendein Typ mit Whiskey ^^

Blick vom Garten auf Cork

Mein Zimmer

 

Da ich ja schon immer sparsam war, habe ich mir das kleinste (und günstigste) Zimmer genommen. Hey, was soll ich denn groß in meinem Zimmer machen? Ne Tanzveranstaltung? In meinen Augen ist es zum Schlafen, zum Eigentum reinstellen – und das wars.

Zocken kann man viel gemütlicher im Wohnzimmer (das noch etwas leer ist – nur 2 Sofas) oder an unserem Küchentisch. Aber Moment ... Zocken … da war doch was...


Internet. Strom. Gas. Müllabfuhr. Also irgendwie ist in Irland alles ganz anders. Ganz anders als wo? Ganz anders als überall.

Also die Typen vom Gas und Strom wollen Kaution. Mir macht das Sorgen – ich kenne Kaution als etwas, was man zurückerhält, wenn man einen Gegenstand in gutem Zustand zurück gibt. Ich bezweifle irgendwie, dass wir Gas und Strom irgendwann zurückgeben können.

Müllabfuhr. Wir können wunderbar zwischen 3 Anbietern wählen. Und die stellen dann ihre Tonnen bei den Leuten auf – auf jeden Fall ist das sehr bunt. Ich hab also gesehen: Schwarz, grün, rot und lila. Durch drei Anbieter kommt dann auch drei mal pro Woche ein Müllwagen entlang und räumt mit richtig Radau ab. Zumindest sagt das Konstantin, dessen Fenster zur Strasse zeigt. Ich habe ja ein Fenster zum Garten und bekommen so was leider nicht mit

Internet kann man nicht wie in Deutschland direkt bei einem anderen Anbieter anmelden. Nein, das wäre ja zu einfach. Also meldet man sich erst beim staatlichen Telefonanbieter an. Das dauert dann mal zwei Wochen. An dem Tag, wo man dann freigeschaltet wird, kann man dann wieder sofort kündigen und einen anderen Anbieter wählen. Da dauert dann wieder zwei Wochen. Also bekommt man nach zwei Wochen die Zugangsdaten – mehr aber auch nicht. Splitter, Modem und Router kommen dann irgendwann später – so dass wir uns von unseren Nachbarn das komplette Set holten. Die hatten nämlich beim Einzug sich währen der Wartezeit alles selber geholt und brauchten dann das Zeug vom Anbieter nicht mehr, als sie es bekamen. Somit haben wir jetzt offiziell seit dem 23. Januar Internet (ne 24MB-Leitung sollte auch für 4 Zocker reichen).


Auf der Arbeit haben wir in der Zwischenzeit alle kulinarischen Möglichkeit der Umgebung ausgelotet. Folgende Sachen sind mit 2 Minuten Fussweg zu erreichen: McDonalds, Kentucky, PizzaHut, Dominos (Pizza), Eddies Rocket (Burger) und 3 weitere Fastfood-Buden. Ok, zwischendurch bestellen wir auch beim China-Mann. Das ist sowieso toll beim Lieferservice. Pizza kostet soviel wie bei uns chinesisch – und chinesisch so viel wie bei uns Pizza. Hab ich kein Problem mit – mjam mjam.

Dann kamen die streng katholischen Feiertag in Irland wo gar nix auf hat und unser Arbeitgeber stellte am 24.12., 25.12., 31.12. und 01.01. ein Catering-Angebot bereit. Hähnchenbrust, Roastbeef, Lachs, Nudeln, Salat, Kuchen, Süßkram – also wir konnten uns die 4 Tage nicht beklagen.


Und so arbeiten wir also vier Tage die Woche und denken uns manchmal: Boah, sind die Leute doof. Ok, wir sind zum helfen da – aber wo kein Hirn, da kann man auch nicht helfen. Man hat manchmal das überwältigende Verlangen, wahlweise seine Monitore aus dem Fenster zu schmeissen oder durch die Internetverbindung nach Deutschland zu rasen und dort bei der hilfe-erbittenden Person selbiges zu machen. Keyboard beissen, leise weinen oder laut fluchen – das ganze Programm ist möglich.

Lustig sind dann die kleinen Stromschwankungen in Irland, die dann man für eine Sekunde entweder nur eine Reihe ausfallen lassen (das war genau unsere) oder den Server ganz abrauchen lassen, so dass alle nix machen können. Dann sitzen 150 Leute schwatzend im Büro, werfen sich Bälle zu und warten auf den Server. Und jeder hofft – lass meinen Kunden noch da sein, wenn ich zurück komme. Denn jeder ist in dem Moment im Gespräch mit 1 bis vier Leuten und diese bekommen dann nur die schöne Meldung: „Der Chatpartner ist nicht mehr da.“ Achja, die meiste Zeit macht es aber schon Spaß.


Am Wochenende trifft sich dann zum gemütlichen Beisammensein (bisher immer bei uns) zum Bier vernichten (wir haben mittlerweile auch ein Geschäft gefunden, wo es Warsteiner oder Weissbier bekommt. Und bei Lidl gibt es tollen Perlenbacher Billigpils), Monopoly (nie wieder mit 6 Leuten), Zombies oder natürlich: Poker. Endlich wieder Geld verdienen – wobei das gegen absolute Anfänger natürlich nicht so gut klappt, weil diese absolut unberechenbar spielen und dann unverschämtes Glück haben.


So, dass war dann man eine Zusammenfassung des letzten Monats. Ich entschuldige mich für die lange Zeit ohne Eintrag – ohne Internet war das nicht so einfach.

25.1.09 12:20
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Michi / Website (25.1.09 16:37)
ENDLICH! Wir dachten schon, du wurdest entführt, oder wärst untergetaucht, oder würdest und nicht mehr mögen und die Infos absichtlich zurückhalten :-D
Das hört sich ja alles recht interessant und teilweise (Telefon/Internet, Müllabfuhr) sehr bürokratisch an. Ach, bin ich froh, im schönen Köln zu hocken ;-)
Pass auf, dass du nicht mal meinen Bruder in der "Helpline" hast, der hat WoW auch für sich entdeckt,...
Und keine Sorge, so dumme Menschen, wie bei WoW gibt es auch wo anders, da kann ich ja Bücher drüber schreiben, wäre ich bis zu meinem Lebensende wohl nicht fertig ;-)
Gruß aus Köln,
Michi


Sven Vermeulen (26.1.09 19:30)
Das ist ja lustig - hier in Deutschalnd meckern immer alle rum, wie stur und undurchsichtig die Bürokratie ist... Zumindest in Cork scheint man aber ebenfalls sehr viel Bürokratie vom Staat (Internet) oder durch die freie Marktwirtschaft (Müll) zu haben.
Und wann hatten wir hier den letzten großen Stromausfall? OK, jetzt noch nicht SOOOO lange her, aber wenn ich höre, dass es bei euch schon im WOchenrythmus zu Ausfällen kommt und welche Wirkung die haben, dann lobe ich mir doch meinen bürokratischen Stromversorger :-)
Lass dich nicht ärgern - ist alles nur ein Spiel ;-)

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